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Die zwei Seiten hinter unserem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit


Schon für Säuglinge ist es enorm wichtig, neben der Nahrung auch Aufmerksamkeit zu bekommen. Und als Erwachsene haben wir auch ein natürliches Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Wir möchten, dass uns jemand sieht, wie wir wirklich sind!

 

Hinter unserem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit liegen häufig zwei Seiten: zum einen die tiefe innere Sehnsucht danach und zum anderen eine unserer größten Ängste.

 

Uns diese beiden Seiten in uns streiten sich. Der eine Anteil in uns möchte sich zeigen, mit all seiner Spontanität, Schönheit und Schwäche. Der andere Anteil hat Angst vor Schmerz und Verletzung, geht der Beachtung lieber ganz aus dem Weg.

 

Wenn du nun dein natürliches Bedürfnis nach Aufmerksamkeit nicht mehr wahrnimmst, kann dahinter ein alter Überlebensmechanismus stecken. In der Gestalttherapie nennt man ihn "Retroflektion" (lat., retro = zurück, rückwärts und flexio = Biegung). Dieser Mechanismus befähigt uns etwas zurückzuhalten, was sich äußern will, wie z.B. Urinieren auf Toiletten und nicht überall dort, wo wir gerade sind.

 

Werden Impulse nun dauerhaft zurückgehalten, kann es nicht nur unbefriedigend sein, sondern sich auch körperlich auswirken, denn wir nehmen u. U. unsere Bedürfnisse gar nicht mehr wahr. Sie rutschen ins Unterbewusstsein und manifestieren sich im Körper.

 

Schau doch mal wie du mit dem Thema Aufmerksamkeit umgehst!? Ein erster Schritt könnte sein,  in dich hinein zu lauschen, ob du das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit wahrnehmen kannst. Und falls nicht, kannst du es einmal anerkennen, dass es so ist. Beobachte anschließend, ob du dir Aufmerksamkeit bewusst oder unbewusst holst.

 

Möchtest du dir selbst Aufmerksamkeit schenken? Bei der 1:1 Begleitung unterstütze ich dich persönlich und individuell auf deinem Weg zu mehr Kontakt- und Beziehungsfähigkeit. Hier kannst du dich besonders intensiv & tiefgehend deinen Themen widmen.


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