Die mystische Zeit der Rauhnächte & -ritual


Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2020.

 

Ich liebe dieses Ritual und praktiziere es seit vielen Jahren. Meist schau ich irgendwann in der Jahresmitte auf mein aufgehängtes Zettelchen und denke: "Wow, mein Wunsch hat sich bereits erfüllt! Was wird noch passieren?" Durch das Ritual verbinde ich mich mit mir, reflektiere, lasse los und blicke ins nächste Jahr. Und es bildet ein Gegengewicht zu unserer hektischen, konsumorientierten  Zeit am Jahresende.


Die 12 Rauhnächte

In der Nacht von Heiligabend auf 25.12., ab 00:01 Uhr, ist es wieder soweit und es beginnt eine mystische Zeit, die Zeit der Wunder und Geheimnisse...die RAUHNÄCHTE.

 

Entstanden sind die 12 Rauhnächte zwischen Heiligabend und dem Dreikönigstag, dem 6.1., in einer Zeit, in der Naturphänomene nicht wissenschaftlich erschlossen waren und die Dunkelheit nur schwer zu vertreiben war.

 

Damals gab es noch kein elektrisches Licht, sodass die Dunkelheit mit nur kurzen Tageslichtphasen viel schwerwiegender erlebt wurde.
Alles, was an diesen Tagen geschieht, hat eine besondere Bedeutung, selbst das, was scheinbar für unwichtig bewertet wird. Ob es Probleme gab, besondere Überraschungen, welche Begegnungen sich ergaben, ob die Tage friedlich und harmonisch verlaufen, wie das Wetter an diesen Tagen ist usw.

 

Durch Räuchern wird versucht, Unheil und die bösen Geister zu vertreiben und in den ganz speziellen Nächten, so der Volksglaube, „sind die Schranken zwischen Heute & Morgen, zwischen Himmel & Hölle, zwischen Mensch & Tier geöffnet." Die bösen Geister werden vertrieben und neue positive Energien und Glück herein gelassen für ein neues erfüllendes Jahr.

Der bewusste Umgang mit den Rauhnächten eröffnet uns einen tiefen Zugang für die Zeitenwende zwischen den Jahren und die Möglichkeit, das kommende Jahr positiv selbst mitzugestalten und zu beeinflussen. Es ist deshalb auch hilfreich unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Vorhaben im kommenden Jahr zu lenken.


Auch wir können die mystische Zeit zwischen den Jahren für persönliche Rituale nutzen, uns Schutz für unsere Liebsten wünschen, das vergangene Jahr reflektieren und uns auf das neue vorbereiten.

Ich möchte dich zu zwei Alternativen einladen:

1. Räuchere dein Heim

Räuchern hilft uns Menschen, aus dem Alltag herauszutreten, sich auf sich selber zu konzen-trieren und seine Gedanken zu bündeln.
Gerne räuchere ich mit getrocknetem, weißem Salbei oder Palo Santo. Folge bei der Auswahl einfach deinen Vorlieben und deiner Intuition. Lade bewusst das Licht, Schutz oder eine friedliche Atmosphäre in deine Räume ein.
Gehe beim Räuchern dreimal gegen den Uhrzeigersinn durch die Räume. In Dankbarkeit kannst du dann nicht mehr Benötigtes in Liebe loslassen. Anschließend kannst du die Räume nochmals dreimal im Uhrzeigersinn abgehen und mit Dingen füllen, die du gerne in deinem Heim haben möchtest, z.B. Licht, Wärme, Nähe, Liebe usw. Dies dient dem Aufbau eines energetischen Schutzes.

2. Vorschau, Besinnung & Wunschliste
Vor den Rauhnächten, in der Zeit vom 21.12., der Wintersonnenwende, bis zum Heiligen Abend, kannst du eine Liste machen und alles darauf schreiben, was du dir im neuen Jahr wünschst.
Schreibe 13 deiner Wünsche jeweils auf ein Stück Papier und stell dir dabei lebhaft vor, wie du schon alles erreicht hast. Ich nehme dazu gerne buntes Faltpapier.
Frage dich: Was wünsche ich mir? Was möchte ich im neuen Jahr erreichen? Was soll für mich in Erfüllung gehen? Was möchte ich bestärken?
Falte deine 13 Papierblättchen alle auf dieselbe Art zusammen, damit du nicht erkennen kannst, welcher Wunsch auf welchem Papier steht und gebe sie in eine schöne Schachtel oder ein kleines Säckchen.

In den 12 Rauhnächten ziehst du jeweils einen Wunschzettel und transformierst ihn, indem du den Wunsch beispielsweise verbrennst.
Am 6.1. bleibt dein 13. Wunsch verbleibend. Diesen kannst du nun öffnen und lesen. Deine Aufgabe im neuen Jahr besteht dann darin, dir diesen Wunsch aktiv zu erfüllen. Man sagt, dass du am Ende des kommenden Jahres feststellen wirst, dass vieles fast wie von alleine erfüllt wurde.
Viellicht möchtest du diesen Wunsch aufhängen an einem Spiegel, damit du dich das Jahr über immer mal wieder daran erinnerst.

Weitere Anregungen für die Rauhnächtezeit:

  • Nimm dir Zeit zum Meditieren: Da die Dimensionen in dieser Zeit besonders offen sind, können wir diese Zeit gut zum Meditieren nutzen.
  • Achte auf deine Träume: Lade jede Nacht vor dem Einschlafen deine Träume ein, schreibe sie auf und schau einfach, was da dran ist, in den Rauhnächten deinen Träumen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
  • Führe ein Rauhnacht-Tagebuch: Schreibe jeden Tag auf, wie der Tag und die Nacht war. Achte dabei auf das Wetter, was passiert ist, die Atmosphäre des Tages und Dinge, die dir besonders aufgefallen sind usw.

 

Wenn ich dir hiermit einen Impuls zum Ausprobieren geben konnte, freut mich das. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinen Erfahrungen zu den Rauhnächten oder dem Ritual.


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Über die Autorin Daniela Schürmann

 

Hallo, ich bin Daniela Schürmann.

Ich stärke dich dabei, dir selbst zu vertrauen und dich anzunehmen, auf dem Weg zu deiner Einzigartigkeit. Als deine Mentorin und Weggefährtin begleite ich dich gerne ein Stück auf deiner Reise, deinen ganz eigenen authentischen Lebensweg zu dir selbst zu gehen.


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